Im August hieß es Antreten zum Patenbitten beim Ehrenabend der Feuerwehr Schwarzach.

In der Deggendorfer Zeitung vom 5.8. war zu lesen:

 

 

Beim Patenbitten war Ausdauer gefragt

Schwarzacher Feuerwehr stellt Kameraden aus Hengersberg "süffisante Aufgaben"

Hengersberg. Im kommenden Jahr feiert die Feuerwehr Hengersberg ihr 150-jähriges Bestehen. Dazu braucht es einen Paten, der in der Nachbarwehr Schwarzach schnell gefunden war. Was bot sich zum Patenbitten besser an, als das Festwochenende in Schwarzach mit Ehrenabend und Fahrzeugweihe der Schwarzacher Wehr, die das Feld mit einem großen Festzelt und Musik bestellt hatte? Folglich machten sich Vorsitzender Walter Bettstetter und Kommandant Edwin Hartl jun. mit großer Gefolgschaft auf den rund zwei Kilometer langen Weg vom Haus der Feuerwehr über die Ohebrücke zum Dorfplatz, wohin die Schwarzacher Wehr zum Ehrenabend eingeladen hatte. Der wurde noch geduldig abgewartet, ehe Walter Bettstetter zu fortgeschrittener Stunde ans Mikrofon schritt und vor Vorsitzendem Erich Pfaffinger in die Knie ging, um sein Patengesuch loszuwerden.

Der Pfaffinger Erich tat so, als wüsste er nichts davon und gab den Bittstellern zu verstehen, dass er ohne die Vorstandschaft nichts entscheiden könne. Die Hengersberger ließen sich davon nicht entmutigen und pochten weiter auf die Patenschaftsübernahme. Nach Rücksprache mit seinen Vorstandskollegen und der jubelnden Menge im Festzelt ließ sich Erich Pfaffinger auf einen Deal ein. Vor dem Schwarzacher Ja mussten die Floriansjünger aus Hengersberg im wahrsten Sinne des Wortes ihre Trinkfestigkeit unter Beweis stellen. Mit einem kräftigen Bier-Marsch wurden der Vorstandschaft und Kommandantur vorneweg "süffisante Aufgaben" gestellt, die es in sich hatten. Eine halbe Bier auf Ex austrinken war für Michael Lang, Walter Bettstetter, Edwin Hartl und Mathias Nirschl noch das einfachste der vier hochprozentigen Hindernisse, die die Schwarzacher in weiser Voraussicht vorbereitet hatten. Der zweite Kraftakt hatte es in sich. Hier galt es, vier auf einem langen Brett befestigte und mit edlem Gerstensaft gefüllte Weißbiergläser im gleichmäßigen Kippvorgang auszutrinken. Als dies nach einem kurzen Aussetzer geschafft war, baten Erich Pfaffinger und Josef Kurz die Gäste zur nächsten Bewährungsprobe. Wie vom Ballermann bekannt, musste eine übergroße Goaßmass über Schlauchleitungen ausgetrunken werden. Zu guter Letzt musste ein Luftballon mit dem Mund über drei Schlauchleitungen und einen Wasserwerfer aufgeblasen werden.

Als das alles überstanden war, glänzten die Augen der Hengersberger Führungskräfte zwar schon ganz gewaltig, aber sie hatten es überstanden und die Zusage zur Übernahme der Patenschaft war nur mehr reine Formsache. Nebenbei vermerkte Erich Pfaffinger mit etwas Zynismus, dass sich die Schwarzacher von Anfang an einig waren, diese ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen.

Die Vorsitzenden Michael Lang (von links) und Walter Bettstetter

mussten mit den Kommandanten Edwin Hartl und Mathias Nirschl

ihre Trinkfestigkeit unter Beweis stellen.

 

 

Aufgabe: Einen auf einer Wasserspritze befestigten Luftballon

über Feuerwehrschläuche aufpumpen und zum Platzen bringen,

allerdings nicht mit Pressluft, sondern mit dem Mundwerk. −

Fotos: Fuchs

 

 

 

 

Am 13. Oktober war Termin beim Landrat zum Schirmherrnbitten.

 

 

 

 

Obwohl ein roter Schirm nicht ganz ins Klischee von Landrat Christian Bernreiter passt, ließ er sich nicht davon abhalten, die ihm vom Festausschuss mit Vorsitzendem Walter Bettstetter (4.v.r.) und Kommandant Edwin Hartl (l.) angetragene Schirmherrschaft zum 150-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Hengersberg zu übernehmen. −
Foto: Robert Fuchs

 

Hengersberg. Die Feuerwehr Hengersberg feiert im kommenden Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Versteht sich von selbst, dass man dazu einen Patenverein und Schirmherrn braucht. Der Pate ist mit der Nachbarwehr Schwarzach gefunden, um den Schirmherrn mussten Vorsitzender Walter Bettstetter und Co. nicht lange suchen und auch nicht lange bitten. Landrat Christian Bernreiter, selbst seit vielen Jahren Mitglied in der Hengersberger Wehr, erklärte sich bereit, seinen Schirm über die Festfolge am 17. und 18. Juni 2017 zu halten. Als sich der Festausschuss mit Vorsitzendem Walter Bettstetter, Kommandant Edwin Hartl jun., Geschenkkorb und Regenschirm auf den Weg nach Deggendorf machte, um im Landratsamt um "die Hand des Landrats" anzuhalten, freute sich dieser, dass die Feuerwehr ihn für diese ehrenvolle Aufgabe ausgewählt hat. "Ich konnte es kaum erwarten, bis ich gefragt wurde", scherzte Bernreiter auf die Frage von Walter Bettstetter, ob er denn Lust und Zeit hätte, dieses Amt zu übernehmen. In die Festfolge eingebunden ist am Samstag der Hengersberger Kabarettist Django Asül und die "Altneihauser Feierwehrkapelln" mit ihrem Kommandanten Norbert Neugirg, die am Festsamstag ab 20 Uhr das 1300 Personen fassende Festzelt am Sportplatzweg in Wallung bringen werden. Bernreiter zögerte keine Sekunde mit seinem "Ja" und lud anschließend den Festausschuss zu einem kleinen Umtrunk und einer deftigen Leberkäsbrotzeit in den Besprechungsraum ein. Es sei für ihn eine große Freude, das Superfest als Schirmherr der nach Deggendorf, Plattling und Osterhofen drittgrößten Gemeinde im Landkreis Deggendorf begleiten zu dürfen, betonte er beim gemütlichen Beisammensein. Den Schirm durfte er behalten, obwohl ihm diese Farbe nicht allzu gut gefallen haben dürfte. Warum der Festausschuss der Feuerwehr Hengersberg ausgerechnet einen roten Schirm mit nach Deggendorf genommen hatte, dürfte wohl eher an die Traditionsfarbe der Feuerwehren angelehnt sein, als an die politische Gesinnung des Landrats. Bernreiter ließ sich nichts anmerken, aber beim Jubiläum wird es wohl ein schwarzer Schirm sein, sollte es beim Festzug denn regnen. Aber Spaß beiseite, der Festausschuss ist seit April im Einsatz, die Festfolge vorzubereiten, zu der, wie bereits erwähnt, der Kabarettabend am Samstag, 17. Juni, gehört, bei dem Django Asül ab 19.30 Uhr zum "Heimspiel" antritt und anschließend die "Altneihauser Feierwehrkapelln" rund eineinhalb Stunden ein von Witz und Sarkasmus geprägtes Feuerwerk abbrennen wird. Seit geraumer Zeit läuft der Kartenvorverkauf für das Event in allen PNP-Geschäftsstellen. Die Karte kostet 26 Euro. – fr

 

Quelle: www.pnp.de vom 17.10.2016

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Freiwillige Feuerwehr Hengersberg e.V.